#3 Mehr als eine Studie

In der Diskussion mit Planern taucht immer wieder die Frage auf, warum überhaupt mit mehreren Studien geplant werden sollte. Schließlich bedeutet das zusätzlichen Aufwand, birgt das Risiko eines Studienbruchs und erschwert die Übertragung sowie Interpretation der Ergebnisse. Und am Ende muss all das auch noch dem Kunden erklärt werden. Da erscheint es verlockend, einfach bei einer einzigen Studie zu bleiben – idealerweise bei der b4p.

Doch was rechtfertigt den zusätzlichen Aufwand?

  • Spezielle Briefing-Vorgaben zur Effizienzsteigerung der Werbeansprache: Bei Anforderungen wie situativer Ansprache oder Touchpoint-Planung liefert die ma Audio wertvolle Merkmale zum Tagesablauf und ermöglicht dadurch eine präzisere Zielgruppenansprache.
  • Vertiefte Insights zu sozio-demografischen Zielgruppen: Die AWA bietet qualitative Merkmale, die helfen, Zielgruppen besser zu verstehen und Kommunikationsstrategien zu verfeinern.
  • Regionale Planung unterhalb der Ebene von Regierungsbezirken: Hier sind die ma-Studien für Tageszeitungen, Radio oder Plakat unverzichtbar. Da die ma IntermediaPlus nicht mehr erhoben wird, ist der Ausweis von Mix-Kampagnen deutlich schwieriger geworden. In der Praxis greifen Agenturen daher häufig auf Tools zurück, die Netto-Reichweiten näherungsweise schätzen. Alternativ werden Plausibilitätsannahmen genutzt, um von den Gemeinden der ma auf die Landkreise in der b4p zu schließen.

Fazit: Der Einsatz mehrerer Studien ist zwar arbeitsintensiver, kann sich aber operativ und strategisch klar auszahlen.